
Leitindustrie mit Zukunft: Bayerns Pharmawirtschaft schafft Jobs, Innovation und Stabilität
23. Juli 2025Mit einem gut besuchten Neujahrsfrühstück am 15.01.2026 in Berlin ist die Pharmainitiative Bayern erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Unter der Schirmherrschaft von Dr. Stephan Pilsinger, MdB, diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Regierung und Gesundheitswesen über die Zukunft des Pharmastandorts Bayern und Deutschland.
Impulse von Katharina Dumhard, Ipsen Pharma GmbH, und Dr. Jasmina Kirchhoff, IW Köln, lieferten wertvolle Einblicke in die Wirtschafts- und Innovationskraft der pharmazeutischen Industrie in Bayern und Deutschland und zeigten auch die Relevanz der Branche im Kontext wirtschaftlicher Wertschöpfung, Resilienz und die Versorgung von Patientinnen und Patienten auf. Insbesondere die rasanten Fortschritte in Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Biotechnologie eröffnen jetzt die Chance, neue, bislang kaum vorstellbare Therapieoptionen für Patientinnen und Patienten auf den Markt zu bringen. Diese Chance muss entschlossen genutzt werden, um Deutschland als weltweit führenden Pharma- und Biotech-Standort zu positionieren.
Gerade vor dem Hintergrund geopolitischer Herausforderungen – etwa der strategischen Aufholjagd Chinas und den aktuellen Entwicklungen in der US-Politik – ist es jedoch wichtiger denn je, den heimischen Pharmastandort gezielt zu stärken. Ein leistungsfähiger Pharma- und Biotechsektor steht nicht nur für Wertschöpfung und Beschäftigung, sondern auch für eine resiliente Gesundheitsversorgung und höhere Krisenfestigkeit. Die engagierten Beiträge, praxisnahen Denkanstöße und offenen Diskussionen der Teilnehmenden haben die Veranstaltung zudem in besonderer Weise geprägt. Dabei wurde deutlich: Die Zukunftsfähigkeit des Pharmastandorts Bayern und Deutschlands lässt sich nur durch ein konstruktives Zusammenspiel aller relevanten Akteure sichern. Der Dialog ist und bleibt unverzichtbar – zugleich besteht breiter Konsens, dass nun zügig konkrete Schritte folgen müssen.
Im Zentrum der Diskussion standen dabei drei zentrale Handlungsfelder:
Innovationsfreundliche Rahmenbedingungen schaffen
Schneller, digitaler, weniger Bürokratie – damit wir der innovativste Pharma-/Biotech-Standort werden und damit aus Forschung auch industrielle Wertschöpfung entstehen kann.
Marktzugang verbessern
Ohne Planungssicherheit geht es nicht. Die Branche braucht verlässliche Marktzugangsbedingungen. Pharmastrategie 2.0 und die Weiterentwicklung des AMNOG müssen zusammengedacht werden – als Hebel, nicht als Bremse für Innovation und Marktzugang.
Wettbewerbsfähigkeit stärken
Im internationalen Wettbewerb – verschärft durch industriepolitische Initiativen der USA und Innovationsdruck aus China – entscheidet sich jetzt, wo investiert, geforscht und produziert wird. Deutschland darf hier nicht weiter an Boden verlieren. Eine starke Pharmaindustrie bedeutet Versorgungssicherheit, geringere Abhängigkeiten von anderen Weltregionen und mehr Krisenfestigkeit – ein Thema, das weiter an Dringlichkeit gewinnt.
Der Pharmadialog bietet eine wichtige Grundlage, um dies gemeinsam anzugehen. Die aus dem Dialog resultierenden Maßnahmen sollten dann jedoch auch zügig und mit spürbarer Wirkung umgesetzt werden, damit unser Standort im globalen Wettbewerb um Pharma, Gesundheit und Zukunftstechnologien bestehen kann.
Die Pharmainitiative Bayern steht dabei jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung und wird sich auch weiterhin für einen leistungsfähigen, resilienten und zukunftssicheren Pharmastandort einsetzen.


