zur Hauptnavigation springen zum Inhalt springen
24.04.2020

Pharmainitiative Bayern gegen Corona


Die Pharmaindustrie kämpft mit den Waffen der Forschung gegen das neue Virus und der damit verbundenen Krankheit Covid-19. Einerseits wird an schnelleren und besseren Tests auf das Virus an sich geforscht. Denn je schneller die Ergebnisse vorliegen und je mehr getestet werden kann, desto besser kann seitens der Politik, der Ärzte und Krankenhäuser reagiert werden. Die Pharmafirmen arbeiten mit Hochdruck auch daran, einen Test auf Antikörper anbieten zu können. Damit ließe sich feststellen, wer immun gegen die Krankheit ist und eigentlich keiner Kontaktbeschränkung mehr unterliegen müsste. Das wäre wichtig für eine Lockerung der Restriktionen.
Nicht zuletzt wird mit Nachdruck an Therapien für die Erkrankung geforscht. Aktuell wird insbesondere untersucht, ob bereits vorhandene oder in Entwicklung befindliche Arzneimittel auch gegen Covid-19 wirken könnten. Dies geht schneller, als einen Arzneimittelwirkstoff komplett neu zu entwickeln. So werden Wirkstoffe, die ursprünglich zur Therapie anderer durch Viren verursachter Infektionen entwickelt wurden, derzeit getestet und zeigen sogar erste positive Effekte. Sie könnten die Vermehrung der Viren im Körper behindern und vor dem Befall der Lunge schützen. Neben den antiviralen Wirkstoffen werden auch Mittel für andere Lungenkrankheiten getestet. Darüber hinaus laufen klinische Studien mit Immunmodulatoren, die in anderen Indikationen zugelassen sind (z.B in der Rheumatologie). 

Die wichtigste Arbeit besteht aber wohl in der Entwicklung eines Impfstoffs gegen  SARS-CoV-2, denn das wäre ein echter Ausweg aus der Krise - wollen wir hoffen, dass die Chemiker, Biologen, Biochemiker und Ärzte in den Unternehmen und Kliniken bald erfolgreich sind. Die Impfstoffentwicklung ist jedoch hochkomplex und bedarf einiger Zeit.

Eine Zusammenstellung aktuell laufender Forschungsprojekte im Pharmabereich ist auf den Webseiten der Branchenverbände vfa und BPI zu finden. Auch wenn die Lösung noch nicht vorliegt, viele  Unternehmen arbeiten mit Hochdruck und großer Kompetenz daran, Lösungen zu finden  (#Lösungsindustrie) und schon jetzt unterstützen sie nach Kräften bei der Bewältigung der Krise.